neuer Schularzt im Notkerschulhaus –
Dr. med. Raphael Stolz

Impfungen sind wirksame und kostengünstige Massnahmen. Dank der Impfungen konnte die Pocken ausgerottet werden, die Kinderlähmung verlor ihre Schrecken, weitere Krankheiten können verhütet werden. Trotzdem treten grössere Ausbrüche von Masern (auch in der Schweiz) auf!
Will man diese Krankheit eindämmen, müssen Vorsorge Impfungen vollständig durchgeführt werden. Auch wenn die Impfungen freiwillig sind, sollten möglichst alle Jugendlichen geimpft sein. Damit kann die Ansteckung, Weiterverbreitung und Komplikationen gefährlicher Infektionskrankeiten verhindert werden.

Der Schularzt Dr. R. Stolz;

überprüft, ob der Impfschutz aller Schüler/innen vollständig ist.
Dies trifft zu, wenn insgesamt (am Endes des 8. Schuljahres)

  • 6 mal gegen Starrkrampf/Diphtherie/Keuchhusten (Di/Te/Pert)
  • 5 mal gegen Kinderlähmung
  • 2 mal gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR // Triviraten// Pluserix // Priorix
  • (2 -) 3 mal gegen Hepatitis B (Engerix (20) // Heprecomb // Gen H-B Vax // Twinrix))
  • für Jugendliche ohne durchgemachte Windpocken: 2 Impfungen gegen Varizellen
  • 2 (bis)3 mal gegen HPV Virus Infektion (Gebärmutterhalskrebs) für Mädchen (Gardasil, Cervarix)

geimpft worden ist (Basisimpfungen). Die Grundversicherung übernimmt die Kosten für diese Impfungen. (VO KLV12,f).
Infos im web: schweiz. Impfplan Quelle: Bundesamt f. Gesundheit Bern

Ausserdem können ergänzend Impfungen empfohlen werden gegen:

  • FSME (Hirnhautentzündung druch Zecken übertragen) für Kinder ab 6 Jahren, welche sich häufig in FSME Gebieten aufhalten oder Bewohner in FSME Gebieten (wie zum Bsp. Mörschwil)
  • bakterielle Meningitis (C)
    für Jugendliche mit gewissen Erkrankungen, für Rekruten, Pflegepersonal und für alle, die einen optimalen Impfschutz wünschen

Infos im WEB

Masern Mumps Röteln
Varizellen
Hepatitis
B (und A)
Hepatitis B (OSIR)
Zecken (Impfung) mit Wohnsitz in Mörschwil
Reiseimpfungen  (OSIR)

 

Dr. R. Stolz

Praxis zur Rehburg
Rorschacherstrasse 155
CH-9000 St. Gallen

Tel:  071 / 243 2030
Fax:   071 / 243 2033
kontrolliert die Impfbüchlein
und meldet den Eltern, welche Impfungen durch den Schularzt/Hausarzt nachgeholt werden.

 

 

Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter routinemässigen Impfungen für Jugendliche von 11 bis 15 Jahre?

Dies sind die Impfungen gegen Starrkrampf, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Masern-Mumps-Röteln und Hepatitis B. *Routinemässige* Impfungen sind für alle Jugendliche und Erwachsene empfohlene Impfungen.

Was versteht man unter speziellen Impfungen?

Dies sind Impfungen, welche für spezielle Situation (erhöhtes Infektionsrisiko durch Risikosituationen) empfohlen werden. Hier einige Beispiele:

  • Zeckenhirnhautentzündung bei sportliche Aktivitäten (Vitaparcours), Freizeitaktivitäten (Beerensammeln, Jäger) in zeckenbefallenen „Endemie“ Gebieten in der Schweiz (Mörschwil!) und in Mittel- und Osteuropa
  • Typhus, Hepatitis A, Gelbfieber bei gewissen Auslandaufenthalten
  • Impfungen gegen Meningitis durch „Meningokokken“, Tuberkulose, Grippe, Tollwut, Windpocken sind nur nach einem Gespräch mit Ihrem (Haus)Arzt angezeigt.

Warum sollen sich Jugendliche impfen lassen?

Weil die Impfung der einfachste und beste Schutz gegen gewisse ansteckende Krankheiten ist. (Starrkrampf!, Kinderlähmung!, Röteln!, Masern!, weitere!!). Damit lassen sich nicht nur die Krankheiten selbst sondern ebenso auch Ihre Spätfolgen verhüten (Deformitäten bei der Kinderlähmung, Schädigung von ungeboren Kindern bei Röteln, Verhinderung von Lebercirrhose und Leberkrebs bei Hepatitis B ). Auch wird die Krankheit weniger häufig weitergegeben (Masern). Es ist deshalb von grosser Bedeutung für die eigene Gesundheit wie auch für Übertragungshäufigkeit der Krankheit, dass möglichst viele Leute geimpft sind. In letzter Zeit haben wir gesehen, dass bei ungenügender Durchimpfung Krankheiten wie die Kinderlähmung, Masern (Italien!) und Diphtherie (Sowjetunion!) zunehmen.

Informationen sind aus dem Netz unter www.SichImpfen.ch erhältlich. Für die Eltern und Jugendliche empfiehlt der Schularzt ein beratendes Gespräch mit dem Hausarzt (oder Schularzt), falls Probleme und Fragen auftreten.

Kann man heutzutage gegen Hepatitis B etwas machen?

Meide prinzipiell Situationen, wo das Virus übertragen werden kann
und (oder) lasse Dich dagegen impfen durch zwei bis drei Impfungen innerhalb von 6 Monaten.

Aus welchen Gründen empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit diese Impfung für mich?

Das Ansteckungsrisiko durch Hepatitis B ist am grössten zwischen ca. 15 und 35 Jahren infolge (ungeschützter) sexueller Kontakte (und durch Drogenkonsum).

Die Impfungen auf das Ende der obligatorischen Schulzeit hin schützt somit Jugendliche vor Hepatitis B und langfristig auch vor den schwer wiegenden Folgen der Hepatitis B (Leber Zirrhose und Leberkrebs).

 

Wie kann man sich mit dem Hepatitis B Virus anstecken?

  • Durch Geschlechtsverkehr mit Hep. B Virus infizierten Partner/innen
  • durch engen Körperkontakt mit Hep. B infizierten Leuten
  • Gebrauch von Zahnbürsten/Rasierapparat einer infizierten Person
  • durch Drogenkonsum mit unsterilen Nadeln, Tätowierung, Piercing mit unsterilen Utensilien
  • selten bei Blutwäsche, bei Bluttransfusionen
  • Bei der Geburt, wenn die Mutter Virusträgerin ist
  • Bei Medizinalpersonen durch Nadelstiche /Schnitt-verletzungen / Spritzer von Körperflüssigkeiten auf Schleimhäute

Merkt man, falls man sich mit dem Hepatitis B Virus angesteckt hat?

Häufig nicht, wenn man (nur) Träger des Virus bist. Man kannst das Virus weitergeben, ohne davon etwas zu wissen. Erkrankt man an Krankheitssymptomen nach 1 bis mehreren Monaten (wie Gelbsucht, weitere), erlaubt ein Bluttest des Haus Arztes die Diagnose.

Bezahlt die Grundversicherung der Kasse die Impfungen?

Ja!

Kommentar für die Eltern: Sollen Sie Ihr Kind gegen die empfohlene Hepatitis B (+A)  nun impfen lassen oder nicht?

  •  Zur Hepatitis B:
    „Liebäugelt“ Ihr Kind mit einem Beruf im Gesundheitswesen (Krankenschwester/-Pfleger, medizinische Praxisassistentin, Erzieher/in, Dentalhygieniker/in), so rate ich unbedingt zur Impfung. Falls Sie unschlüssig sind, rate ich Ihnen ebenfalls zu dieser Impfung im Anschluss an ein orientierendem Gespräch mit Ihrem Kind oder und mit Ihrem Arzt/Schularzt.
  • Zur Hepatitis A:
    Falls Reisen in(sub) tropische Länder anstehen, kann sich Ihr Kind via (Trink)Wasser und via Speisen anstecken. Der Impfstoff gibt einen guten Schutz.

Wer soll sich gegen Hepatitis B impfen lassen?

Alle Jugendliche, welche noch nicht 2-3 Impfungen erhalten haben. Besonders gefährdete Personen:

  • Drogenkonsumenten mittels unsauberen Nadeln
  • Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern
  • Berufe im Bereich der Medizin, Zahnmedizin und der Polizei, Heimbetreuer, Sozialarbeiter, Pflege (Kontakt mit Körperflüssigkeiten)
  • seltener nötig bei: Neugeborene von Hep. B positiven Müttern Dialyse(künstliche Niere), Hämophiliekranke (Bluter), (Langzeit)reisen in Länder mit grosser Verbreitung des Hep. B)
  • Prostitution

Braucht es einen Impfschutz gegen Masern Mumps und Röteln?

Ja, will man die Virusübertragung bei Masern unterbrechen, müssen mehr als 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung dagegen geimpft sein! Sind weniger als 80 bis 90% geimpft, kann die Erkrankung durchbrechen! Wir haben dies deutlich bei der Masernepidemie in Italien 2002 gesehen.

Warum 2 mal gegen Masern (und Mumps / Röteln) impfen

Damit im Körper genügend Antikörper hergestellt werden.